LEGITIMATIO

Studien zu Selbstlegitimationssystemen · Syntagma Forschung Wien
v0.1 CC BY 4.0 ORCID 0009-0003-9799-6747
Wie produzieren Systeme Geltung? — Eine ergebnisoffene Untersuchung.
Hypothesen
3
L-H1 ausgearbeitet · L-H2, L-H3 vorgesehen
Papers
2
L-P1, L-P2
Sperrklauseln
7
Foucault · Habermas · Luhmann · Funktionalismus · KI-Mystifizierung · Strangtrennung · Aneignung
Säulen
A·B·C
empirisch · konzeptuell · synthetisch

Drei Hypothesen

L-H1 · Konstitutive Zirkularität Härte: hart (analytisch)
Selbstlegitimation kann nicht ohne Selbstreferenz operieren
Alle Selbstlegitimationssysteme sind im Kern zirkulär. Sie verweisen auf Maßstäbe, die sie selbst setzen. Diese Zirkularität ist konstitutive Bedingung, kein Mangel — sie kann nicht aufgelöst, sondern nur verschoben werden. Drei Verschiebungs-Strategien: Transzendierung, Naturalisierung, Verfahrenstechnisierung. Ausarbeitung: L-P2.
L-H2 · Geltungs-Plurale Härte: mittel
Geltung tritt in einer Pluralität von Typen auf, nicht in einer Form
Sechs Typen (G1–G6: kausal, konventional, normativ, performativ, ästhetisch, existenziell), nicht aufeinander reduzierbar. Es gibt keine „Königsgeltung", die alle anderen subsumiert. Habermas-Sperrklausel: Normative Geltung ist nicht vorrangig. Ausarbeitung: v0.2 vorgesehen.
L-H3 · Geltungs-Asymmetrie Härte: mittel bis weich
In jeder Geltungsbeziehung gibt es eine Produzenten-Empfänger-Asymmetrie
Geltung ist nie symmetrisch verteilt. Es gibt Geltungsproduzent und Geltungsempfänger. Die Asymmetrie kann reziprok sein, ist aber nie aufgehoben. Anschluss an ASYMM-NORM (κ-Asymmetrie). Ausarbeitung: v0.2 vorgesehen.

Sechs Geltungstypen

G1
kausal
funktioniert
G2
konventional
vereinbart
G3
normativ
richtig
G4
performativ
vollzogen
G5
ästhetisch
anerkannt
G6
existenziell
bekannt

Sechs Ebenen

Drei Modi

Sperrklauseln

Working Papers v0.1

Anschlüsse zu eigenen Strängen